George Town und Kuala Lumpur / Malaysien
08. Dezember 2023 – 13. Dezember 2023
George Town:
Ein
Achterl Wissen:
George
Town ist eine kleine Stadt auf der Insel „Penang“ im Nordwesten von Malaysien. Sie
wurde im 18. Jahrhundert von den Briten als „Freihafen“ gegründet und war somit
die erste britische Siedlung in Südostasien. Die dort herrschende Steuer- und
Zollbefreiung und die Sicherheit des unter der britischen Krone geführten Hafens
lockte viele Händler an. Die Stadt gewann nicht nur als Handelszentrum an Einfluss,
sondern lockte auch viele Bewohner von umliegenden Ländern an.
Wir hatten uns für die nächsten Tage ein Hostelzimmer in „Little India“ gebucht. Zugegeben, es erinnert mit seinen Gerüchen nach Currypulver und Räucherstäbchen und den vielen Stoffläden mit den buntesten und schrillsten Farben wirklich ein wenig an Indien… Aber die Straßen waren sauberer und auch die Leute zurückhaltender! Für uns ging es ab in die Stadt zum Sightseeing, denn auch wir wollten die großartige Straßenmalerei sehen. Schon unterwegs sahen wir einige Kunstwerke, aber jene Malereien vom Maler Ernest Zacharevic stachen besonders beeindruckend hervor!
Nach unserer Tour durch die Stadt führte uns der Weg in den Komtar Tower und zum angrenzenden Freizeitpark. Wir besuchten ein paar Attraktionen wie etwa das Aquarium, das „Jurassic Park Research Center“ oder das Spiegellabyrinth und stellten auch unsere Höhenangst unter Beweis: Auf knapp 250 Metern Höhe befindet sich der „Rainbow Skywalk“, bei welchem einen nur wenige Zentimeter Glas vom Abgrund trennen! (Schon irgendwie gruselig 😉)Kuala Lumpur:
Kuala Lumpur ist aber nicht nur für die Zwillingstürme
bekannt, sondern auch für die Batu Caves im Norden der Stadt. Der Eingang der
Höhlen wird von einer ca. 43 Meter hohen, vergoldeten Statue bewacht und 272
bunte Stufen führen hinauf in die Haupthöhle. Auf dem Weg nach oben sieht man
immer wieder Makaken, die um Futter betteln oder Touristen, die mit den Affen
für Selfies posieren.
Ein
Achterl Wissen:
Die
Batu Caves bestehen aus Kalkstein und sollen über 400 Millionen Jahre alt sein.
Die größte Höhle ist die sogenannte „Temple Cave“, welche an ihrem höchsten
Punkt 100 Meter hoch ist. In dieser Höhle wurde um 1890 der erste Tempel zur
Ehrung des hinduistischen Gottes „Lord Murugan“ (Gott des Krieges) errichtet
und zieht auch heute noch unzählige Gläubige von überall her.
Wir betraten die „Temple Caves“ und unsere Augen mussten sich erstmal an die Dunkelheit gewöhnen, bevor wir den Tempel im Inneren ausmachen konnten. Es roch modrig und nach hoher Luftfeuchtigkeit, irgendwo in der Höhle war Wasserplätschern zu hören. Viele der Besucher, überwiegend indischer Abstammung, waren barfuß in der Höhle unterwegs und auch wir mussten unsere Schuhe ausziehen, als wir den kleinen, farbenfrohen Tempel betraten.
Am Ende der Höhle führt eine weitere Treppe nach oben und man stand plötzlich wieder unter freiem Himmel. Wir befanden uns nun in einem kleinen Talkessel, rund um uns herum waren meterhohe Steinwände und hoch über unseren Köpfen sah man die Ansätze eines Dschungels, welcher den Schlund zu uns umrandete. Auch hier wurde ein Tempel errichtet, in welchem gerade eine kleine Zeremonie abgehalten wurde. Wir standen am Rande des Geschehens und ich beobachtete eine Familie Makaken, die gerade zum Wald hinaufkletterte und oben verschwand. Es war gigantisch und ich verstehe absolut, dass hier ein Tempel errichtet wurde! Als wir die Höhle verließen, begann es zu regnen und wir vertrieben uns die Wartezeit für den Zug mit (riskantem) indischen Essen und Chai. Am Abend stand noch einmal ein Besuch bei den Zwillingstürmen auf der Liste: Wir setzten uns vor das Gebäude und schauten zu, wie sich der Himmel immer mehr verdunkelte und der Tower zu strahlen begann!
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