Chiang Rai und Chiang Mai / Thailand
17. Dezember 2023 – 23. Dezember 2023
Chiang Rai:
Chiang Mai:
Die österreichische Traditionsküche ist ja schon wahnsinnig
lecker, aber wer erstmal auf den Geschmack von thailändischem Essen gekommen
ist, den bringt kaum noch etwas davon weg! Thailändisches Essen ist vielfältig
und bunt. Ob grünes, rotes oder gelbes Curry, ob Stir-Fried mit Schwein oder
vegetarisch, ob Fried Rice mit Hühnchen, Fried Noodles mit Tofu oder Mango
Sticky Rice und Thai Iced Tea. Wir haben die thailändische Küche schätzen und
lieben gelernt und es war an der Zeit, endlich einen Blick hinter die Kulissen
zu werfen: Wir machen einen Kochkurs!
Um 08:00 Uhr wurden wir von der Kochschule beim Hotel
abgeholt und lernten direkt Gilbert und Menasa kennen. Zwei Inder, die sich so
wie wir eine kleine Auszeit vom Alltag gegönnt haben. Bei der Kochschule
angekommen lernten wir auch den Rest der heutigen Kochtruppe kennen: Eine
Mutter und ihr Sohn aus Dänemark, zwei Koreanerinnen und Nils, einem
Amerikaner. Die Gruppe harmonierte schon zu Beginn toll miteinander und auch
unser Kochlehrer „Thai“ war ein wandelnder Sonnenschein! 😄
Wir bekamen rote Kochschürzen und spazierten dann erstmals zum naheliegenden
Markt, bei welchem uns die typisch thailändischen Gewürze und Kräuter gezeigt
wurden. Darunter etwa: Thai-Basilikum, Tamarinde, Galgant, Ingwer, Kaffirlimettenblätter,
Zitronengras, Kurkuma oder (ugh!) Koriander. Einige der Kräuter wachsen
außerdem frisch im Garten der Kochschule, wo wir sie noch einmal beschnüffeln
durften! Fischsauce und Sojasauce dürfen zudem in keiner Thaiküche fehlen und
werden oft zum Anbraten von Nudeln (Austernsauce) oder zum Abschrecken bzw.
„Aufgießen“ verwendet (Fischsauce).
Michi entschied sich für folgendes Menü: Pad Krapow, Tom
Sab Suppe, Red Curry (Red Curry Paste) , Mango Sticky Rice, Papaya Salat,
Frühlingsrolle
Mein Menü sah wie folgt aus: Pad See Ew, Kokosmilch-Suppe ,
Panang Curry (Panang Curry Paste), Banane in Kokosmilch, Papaya Salat, Frühlingsrolle
Die nächsten Stunden verbrachten wir mit Schnippeln und
Kochen und unter der Anleitung und Hilfe von Thai entstanden duftende Gerichte.
Kein Gericht glich dem anderen, da wir die vier Grundgeschmacksrichtungen
selbst bestimmen durften:
Salzig: Durch die Fischsauce erhielt unser Essen
seinen salzigen Touch. Man kann auch Sojasauce zum Nachwürzen verwenden.
Süß: Die Austernsauce gab der Speise seine Süße.
Aber auch Rohrzucker oder Palmzucker können dafür verwendet werden. Wenn eine
Speise zu salzig ist, kann man dies durch die Beigabe von Zucker oder
Austernsauce mildern. (Man kann aber auch süße Chilipaste, schwarze Sojasauce,
geröstete Zwiebeln, gekochte Kürbis, gekochte Süßkartoffeln, Ananas, Äpfel,
Erdbeeren, Pomelos, Weintrauben, Fenchel, Kirschtomaten, Mais und Paprikas als
Süßungsmittel verwenden. Quelle: https://www.thai-thai.de/zutaten/geschmacksrichtungen/)
Sauer: Die Säure nahmen wir von gepresstem
Limettensaft.
Scharf: Durch die Beigabe von Currypasta kann man
die Schärfe der Speise regulieren. Grün ist schärfer als rot, rot ist schärfer
als gelb. Die Schärfe kann man durch Beigabe von Kokosmilch lindern.
Neben den vier Geschmacksrichtungen gibt es noch die sogenannte „Würze“. Das sind Kräuter und Gewürze, die den Geschmack zusätzlich verändern und je nach „Gusto“ kann man sie hinzufügen. Darunter fallen Galgant, Zitronengras, Kaffir-Limette Blätter, Knoblauch, Schnittknoblauch, Fingerwurz, Ingwer, grüner Pfeffer, Schalotten, Zwiebel, Lauch, Frühlingszwiebel, Koriander, Sägezahnkoriander, Sellerie, Basilikums, Minze, Kurkuma, Zimt, Sternanis, Koriandersamen, Kreuzkümmel, Nelken, Muskatnuss, Kardamom und Lorbeerblätter. Als Koriander-Verfechterin werde ich meine Speise dementsprechend nicht mit Koriander würzen. Dafür aber mit Ingwer oder Zitronengras! 😉 (Quelle: https://www.thai-thai.de/zutaten/geschmacksrichtungen/)
Zu Mittag gab es eine kurze Pause und die brauchten unsere
vollgegessenen Kadaver auch! Wir waren kurz vorm Platzen und als wir nach der
Mittagspause noch den Salat und die Nachspeise machten, fiel es uns schwer,
diese überhaupt noch abzuschmecken! Der Mango Sticky Rice und die beiden Salate
wurden deshalb direkt nach dem Kochen eingepackt, die Banane in Kokosmilch fand
gerade noch Platz in meinem Magen! Wie sagt man immer so schön: Nach dem Essen
sollst du ruh´n oder tausend Schritte tun! Wir machten also noch einmal einen
Abstecher zum Markt, wo wir bereits in der Früh waren, und machten uns dann zu
Fuß auf dem Heimweg. Die 1.000 Schritte haben wir nach dem Mittagessen bestimmt
geschafft. 😉
Chiang Mai ist bei Thailändern und Touristen gleichermaßen als Urlaubsdestination beliebt. Nicht nur, weil die Temperaturen im Jahresdurchschnitt 25,1 °C betragen und damit um einiges gemäßigter sind als in vielen anderen Teilen Thailands, sondern wohl auch, weil man dort viel machen kann! Es gibt viele Tempel zu erkunden und regionales „nordthailändisches“ Essen zum Probieren; man kann Nationalparks besuchen oder auf den umliegenden Hügeln/Bergen wandern gehen; man kann über die 700 Jahre alte Geschichte des Ortes lernen oder eine Wildwasserfahrt unternehmen; man kann mit dem Quad herumdüsen, eine Kajak-Tour machen oder mit einer Zipline durch den Jungle gleiten.
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